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überschrift304

Die magnetische Wasserbehandlung funktioniert nur, wenn die Felder im Behandlungsgerät in Anordnung und Feldstärke so angeordnet sind, dass im durchströmenden Wasser viele freischwebende Kristallkeime entstehen. Diese werden zum Aufwachsen des kristallisierenden Stoffes benötigt. So entstehen viele Kristallisationszentren, die letztendlich das bekannte Ansetzen des Kalksteines deutlich vermindern.

Die magnetische Behandlung verändert im Prinzip das Kalkstein - Kristallisationsverhalten. Das geht aber nur, wenn auch das behandelte Wasser eine bestimmte Zusammensetzung aufweist. Denn eins ist sicher: Nicht jedes “harte Wasser” wird auf die magnetische Behandlung in dieser Weise reagieren. Man sollte schon die naturwissenschaftlichen Elemente kennen, bevor man solche Geräte konstruiert und glaubwürdig und - vor allen Dingen - fachgerecht vermarktet. Der Hauptgrund für den anrüchigen Ruf dieser Wasserbehandlung dürfte darin liegen, dass meistens nur die kommerzielle Seite zählt, die fachliche Qualifikation jedoch äußerst mangelhaft ist.

Doch wie entstehen Kristallisationspunkte ( Keime ) in dieser kurzen Zeit im strömendem Wasser? Es muss hier ein chemisch - physikalischer Prozess stattfinden, der äußerst rasant abläuft. Im Prinzip geht es nur darum, einen gelösten Stoff ( Kalkstein ) spontan zur Kristallbildung zu zwingen. Das geht nur bei einem in Wasser schwerlöslichen Stoff, der aufgrund besonderer Umstände eben doch gut gelöst ist. Das ist bei Kalkstein der Fall.   Man muss nur dafür sorgen, dass ein Teil der Hydrogencarbonat - Ionen zu Carbonat - Ionen umgesetzt werden. Da Carbonat - und Calcium - Ionen in neutraler wässriger Umgebung nicht nebeneinander existieren können und spontan als Calciumcarbonat binden, ist die Kristallkeimbildung vorprogrammiert.

Kann eine relative schwache magnetische Wechselwirkung diese Ionen in wässriger Lösung so beeinflussen, dass ein Teil der Hydrogencarbonat - Ionen zu Carbonat - Ionen umgesetzt werden?

Wie geht das?

Hydratisierte Hydrogencarbonat - Ionen können in verschiedenen Varianten vorkommen. ( s. untenstehende Grafik ) Links als normale HCO3- Variante, rechts als di - anionische H (CO3)2 3- -Verbindung, mit einem Proton als Brückenglied. Es ist aber letztendlich egal, welche von beiden Varianten vorliegt. Werden die Ionen durch ein Magnetfeld bewegt, ( s. Grafik, roter Pfeil ), dessen Nordpol aus der Papierebene auf den Betrachter gerichtet ist, verschieben sich alle negativen Ladungen (Elektronen, Anionen), kreisförmig entgegen dem Uhrzeigersinn, positive Ladungen ( Protonen und Kationen ) dagegen kreisförmig im Uhrzeigersinn. Diese Ladungsverschiebung ist ausschlaggebend für die Funktion der magnetischen Wasserbehandlung. Damit Carbonat - Ionen entstehen, muss einem Teil der Hydrogencarbonat - Ionen die Wasserstoffatome entzogen werden.( Deprotonierung ) Im Normalfall müsste dazu die Energie von ca. 9 Milliarden Tesla aufgebracht werden. Das wäre eine Energie, die kein irdisches Magnetfeld aufbringen könnte. Nach astronomischen Erkenntnissen besitzt nur ein etwa 40000 Lichtjahre von der Erde entfernter Elektronenstern solche Magnetkräfte. Bei der magnetischen Wasserbehandlung werden aber in Wasser gelöste Ladungen beeinflusst. Das ändert entscheidend das Energieniveau. Hydrogencarbonat - Ionen übernehmen hier den Part von Protonen - Donatoren ( p - abgebende Moleküle ), Wassermoleküle und andere Hydrogencarbonat - Ionen den von Protonen-Akzeptoren. ( p - aufnehmenden Molekülen ) Die notwendige Energie dieser Protonenübertragung kann jetzt ein relativ schwaches Magnetfeld aufbringen.

Hydrogencarbonat 1Hydrogencarb-anion

Pfeil-Carbonationen Pfeil-Carbonationen02

Hydrogencarbonat2Hydrogencarb-anion2

Analog zum elektrischen Feld verschieben sich alle durch ein Magnetfeld bewegte Ladungen in eine vorbestimmte Richtung                   ( kreisförmig ). Die Ladungen mit der kleinsten Ruhemasse sind Elektronen ( 9,1 x 10 -31 Kg ). Aufgrund der  geringen Masse werden sie besonders stark vom Magnetfeld beeinflusst. Technisch wird diese Elektronenverschiebung in Generatoren zur Stromerzeugung genutzt. Im Falle magnetischer Wasserbehandlung ist diese Verschiebung aber der Mechanismus zur Entschlüsselung des Phänomens. Wie im Generator wird bei der magnetischen Wasserbehandlung eine leitende Komponente            ( Wasser ) innerhalb eines Magnetfeldes bewegt. Analog zum Grotthus - Mechanismus werden auch hier die Bindungselektronen so beeinflusst, dass Wasserstoff - Brückenbindungen zu Atombindungen werden und umgekehrt. Wie dabei - wenn auch nur kurzzeitig - aus Hydrogencarbonat - Ionen Carbonat - Ionen werden, zeigen die o.a. Reaktionsformeln. Die Entstehung von Carbonat - Ionen in neutralem Wasser bei gleichzeitiger Anwesenheit von Calcium - Ionen bedeutet die Spontanbindung zwischen beiden Komponenten und damit Bildung von Kristallisationskeimen.

Die Argumentation vieler Naturwissenschaftler, dass durch den magnetischen Feldeinfluss aufgrund zu schwacher Energie keine Kristallkeime entstehen könnten ist damit widerlegt. Ein anderes Argument, es fehlt der natürliche Mechanismus für das Phänomen“, ist damit auch widerlegt.

El.AblenkungMagn.Ablenkung

Was das elektrische Feld betrifft, so gibt es - trotz der etwas anderen Ladungsverschiebung - bezüglich der anfangs beschriebenen Protonenübertragungen keine gravierenden Unterschiede. Die Verschiebungsrichtungen von bewegten Ladungen im elektrischen - und magnetischen Feld zeigen die Grafiken. Deutliche Unterschiede gibt es zwischen den beiden Anwendungstechniken aber bezüglich der kalkreduzierenden Funktion. Wassermoleküle sind Dipole und polarisieren daher im elektrischen Feld, während sie das im magnetischen Feld aufgrund ihrer unterschiedlichen Ladungszentren nicht tun. So stehen immer den im elektrischen Feld aufeinander zubewegten Carbonat - und Calciumionen Wassermoleküle mit entgegengesetzten Polen gegenüber und behindern die Bindungsreaktion erheblich.