navig318
navig318
navig318
navig318
navig318
navig318
navig318
navig318
navig318
überschrift307

Weiches-, enthärtetes-, besseres-, gesünderes-, vitalisiertes Wasser, weichere, bügelfreundliche Wäsche, vorbeugend gegen Hautirritationen, lockeres glänzenderes Haar etc., alles Werbeversprechen, die wissenschaftlich nicht begründbar und durch magnetische Behandlung auch nicht realisierbar sind. Kundenfang mit solchen Versprechungen halte ich für unseriös. Die Erzeugung von weichem-, also enthärtetem Wasser oder teilenthärtetem Wasser bedeutet die Entfernung, bzw. Teilentfernung von Calcium - und Magnesiumionen. Das lässt sich nur mittes Ionenaustausch ( Regeneration mit Kochsalz ), Umkehr-Osmose   (semipermeable Membranen), Entcarbonisierung ( Teilenthärtung durch Entfernen der temporären Härte ) realisieren. Mit magnetischen Feldern geht das nicht. Unnötig sind auch Geräte, die man zur Vermeidung von “Kalkflecken oder Kalkstarre” vor der Waschmaschine einbinden soll. Jedes Waschmittel enthält bereits bestimmte Mengen Kalkstabilisatoren, mit denen sich Kalkabscheidungen wirksam vermindern lassen. Wichtig ist in jedem Fall eine sparsame Waschmitteldosierung. Weniger ist bei kalkhaltigem Wasser in jedem Fall  besser als zuviel, auch ohne physikalische Behandlung. Man verhindert so einerseits Bildung von Kalkseifen zwischen Calcium und waschaktiven Inhaltsstoffen und vermeidet andererseits eine Überdosierung von Härtestabilisatoren. So verhindert man in jedem Fall auf einfache Art die Umkehr eines positiven Effektes.

Eine “ waschaktive” Hausfrau zu überzeugen, dass man auch mit deutlich weniger Waschmittel die Wäsche sauber bekommt, dürfte in diesem Falle wohl das größte Problem darstellen.

Um feststellen zu können, ob Wasser zur magnetischen Wasserbehandlung geeignet ist, muss man seinen Calcitsättigungsgrad kennen. Damit kann der Fachmann bereits im Vorfeld einigermaßen sicher festlegen, ob sich speziell für das geprüfte Wasser der Einsatz eines magnetischen Gerätes überhaupt lohnt. Bei Wasser, dessen Härte ausschließlich permanenter Natur ist, macht physikalische Wasserbehandlung absolut keinen Sinn. Sinnlos ist auch der Einsatz rein physikalischer Geräte bei Wasser mit geringer temporärer Härte oder einer, die speziell auf Magnesium - Hydrogencarbonat zurückzuführen ist. Will man wissen, ob Wasser aufgrund seiner Calcitsättigungseigenschaft für eine mögliche magnetische Behandlung geeignet ist, sollten folgende Parameter bekannt sein: pH-Wert, Calciumkonzentration, Säurekapazität. Interessant wäre noch die Kenntnis vom Eisen -,  Silikat - und Phosphatgehalt und vom Istzustand der Innenrohre. Letzteres dient zu bestimmten Maßnahmen, die nach dem Einbau erforderlich sind. Jeder geschulte Fachmann kann so aufgrund der Parameter abschätzen, ob eine physikalische Behandlung überhaupt sinnvoll ist.
Cacitsättigung

Die Abbildung zeigt als Beispiel den Calcitsättigungs pH - Wert von Wasser bei 10°C und 2 mmol Ca2+ nach CO2- Austausch.
 

Die beschriebene Wasserbeeinflussung mit magnetischen Feldern kann nur wirken, wenn der aktuelle Wasser - pH-Wert über dem des Calcitsättigungs - pH - Wert liegt. Die Säurekapazität darf auch nicht unter 3,5 mmol liegen.

 

Natürlich immer vorausgesetzt, das Gerät ist - rein physikalisch betrachtet - ebenfalls funktionstüchtig.